2015 | King Kongs Töchter

Programmheft
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Theresia Walsers Altenpflegeheim ist kein behaglicher Ort. Die Alten ringen mit Demenz und Körperzerfall. Selbstständig essen, regelmässig verdauen, in der Nacht schlafen und am Tag wach sein – alles gelingt nicht mehr. Ängste, Sehnsüchte, Aggressionen erfüllen die Räume. Die Heimbewohner und Heimbewohnerinnen leben ganz im Augenblick, manchmal erleben sie intensive euphorische Momente, oft tasten sie als einsame Narren durch die ihnen unbegreiflich werdende Welt.

Geleitet wird das Heim von drei Pflegerinnen. Diese Frauen stehen unter einem hohen Leidens- und Leistungsdruck. Um ihre Überforderung auszuhalten, veranstalten sie dunkle Feste, Todesrituale.

Das Stück «King Kongs Töchter» beschreibt nicht realistisch den normalen Alltag eines Pflegeheims. Aber mit grimmigem Humor und in poetischer Verdichtung macht es Spannungen sichtbar, die in unserer Gesellschaft zunehmen. Stetig steigende Lebensjahre bei gleichzeitiger Entsolidarisierung der Pflegeprozesse erzeugen beunruhigende Möglichkeiten. Die höllische Vision der King Kongs Töchter macht erfahrbar, wohin sich unsere «Alterskultur» entwickeln kann.

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