1995 | Marc Déposé der Gesandte von Burgund

Programmheft
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Das Stück "Marc Déposé, der Gesandte von Burgund - oder der Krieg, den die Eidgenossen beinahe im Freudenhaus verloren hätten" hat zwei Paten.
Zum einen das Staatsarchiv Luzern, wo ich - während meiner dokumentarischen Phase - eines Tages zufällig auf ein krummes Ding stiess, bei welchem das Geld der Kriegskasse für das staatliche Hurenhaus statt für Waffen ausgegeben worden war. Im Grunde keine schlechte Idee. Nur schade, dass damit der Krieg nicht verhindert worden war. Sicher war’s der Steuerzahler, der zweimal bezahlen musste. Mit der Erklärung, das sei garantiert der Netto-Preis für die Ehre, die Freiheit und die Ich-weiss-nicht-was des Vaterlandes.
Zum andern das Schweizer Fernsehen das 1978 der Stadt (oder dem Kanton?) Luzern ein grosses Freilichtspiel schenken wollte. Das Stück hätte auf dem Platz beim Luzerner Rathaus uraufgeführt werden sollen. Man wollte dafür einige Profis und die besten Laienspieler der Region verpflichten. Und es live übertragen. Die Abteilung Dramatik hatte Story und Konzept mit Bürgerhaus, Rathaus und Freudenhaus zugestimmt. Aber die neun Huren machten dem Schweizer Fernsehen dann doch zuviel Angst. Der Skandal um das deftige Volksstück "Sennetuntschi" sass den Verantwortlichen noch zu stark in den Knochen. Das jedenfalls war es, was man mir als Begründung für das Fallenlassen der Produktion nannte. Von anderswo zitierten Pressionen aus Luzern, weiss ich nichts - und es ist zu lange her, als dass ich heute darüber genaueres wissen möchte.
Das zu den Paten.

Wichtiger sind Mutter und Hebamme, die das Kind zur Welt bringen. Diese Damen sind jedenfalls in Stans zuhause. Da die Väter jetzt (noch?) im Kreisssaal zugelassen sind, werde ich zumindest der Geburt beiwohnen, hoffentlich mit viel Vergnügen.
Pil Crauer, Avignon

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