1984 | Till Eulenspiegel

Programmheft
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Till 1984?
Die Figur des Till ist ein zeitloses Zeichen des unabhängigen menschlichen Geistes. Mit allen seinen Streichen entlarvt er das Falsche und Künstliche seiner Mitmenschen. Er ist die Verkörperung eines zeitlosen Prinzips, das heute und hier genauso gültig ist wie im Mittelalter. In seinem Leben zeigt sich das Auf und Ab des Glückrades, wie wir es auch erfahren. Einmal ist der eine oben, dann kommt der nächste dran. Oben bleiben kann keiner. Jeder von uns könnte in seinem Leben ein Stück weit ein Till sein, der an den festen Formen rüttelt, die Mächtigen verunsichert; jedem kann es aber auch passieren, dass er von einem Till genarrt wird.
Um ein Stück über Till zu schreiben, lasen wir zuerst eine Anzahl der vielen Bearbeitungen, die es in Prosa und in dramatischer Form schon gibt. Das älteste Werk, «ein kurzweilig Lesen von Dil Eulenspiegel» von Hermann Bote nahmen wir dann als Hauptvorlage und wählten aus den 96 Historien diejenigen aus, von denen wir glauben, dass sie auch einem heutigen Publikum viel sagen können.
Monika Egli

Inszenierung
Das rege Interesse am Spielkurs der Theatergesellschaft im Frühjahr 83 brachte den Wunsch mit sich, für die vielen spielfreudigen Talente (70 Teilnehmer!) die Möglichkeit zu schaffen, öffentlich aufzutreten. Die Welt des Till Eulenspiegel bot uns ein reiches Kaleidoskop von bunten Figuren.
Ein wichtiges Ziel der Probenarbeit war, die Spieler und ihre Phantasie in den Mittelpunkt zu stellen. Ich denke, es hat sich gelohnt. Viele Ideen und szenische Einfälle sind gemeinsam entstanden. Die gegenseitige Teilnahme wirkte als befruchtendes Erlebnis.
Der Bilderbogen «Till Eulenspiegel» soll in seiner eigenen Form ein optisches und akustisches Gesamterlebnis sein.
Das Laientheater sollte immer wieder die Chance wahrnehmen, neben fertigen Stücken auch bekannte Stoffe als Grundlage zu benutzen. Die persönlichen Ausdrucksformen der Beteiligten bilden die charakteristische Eigenart und Wirkungskraft des Volkstheaters. Ich bin überzeugt, dass das Volkstheater weiterlebt, wenn es sich auf das Mitdenken und den Gestaltungswillen seiner aktiven Träger, vorab der Spieler, aber auch der Mitarbeiter hinter den Kulissen abstützen kann.
Hanspeter Müller

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