1978 | Charleys Tante

Programmheft
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Dieser Schwank von Brandon Thomas, der seit seiner Erstaufführung im Jahre 1892 über die Bühnen der ganzen Welt gezogen ist, hat im Laufe der Jahrzehnte viele Veränderungen und Bearbeitungen über sich ergehen lassen müssen. In jüngster Zeit ist man wieder zur alten Theaterfassung des Autors zurückgekehrt. Für unsere Stanser Inszenierung haben wir ebenfalls die Originalfassung gewählt und spielen deshalb «Charleys Tante», wie Brandon Thomas es vorgesehen hat, in Dekoration und Kostümen der viktorianischen Zeit. Wie wäre es sonst heute noch glaubhaft zu machen, dass zwei Studenten ihre Mädchen nur dann zum Nachmittagstee einladen dürfen, wenn ein «Anstandswauwau» zugegen ist! Dieser Umstand ist aber gerade der Ausgangspunkt des ganzen Stückes.
Die guten Erfahrungen, die ich bei meiner letzten Inszenierung mit den Stanser Spielern gemacht habe, ermutigten mich, hier einen Schwank auf die Bühne zu bringen, der allein von dem komödiantischen Talent und der artistischen Präzision seiner Mitspieler lebt.
Es ist die Charakteristik dieses Schwanks, dass seine Komik viel stärker in den Situationen als in der Geschichte an sich liegt, und wir sind der Versuchung erlegen, diese Situationen auszuspielen ohne die ständige Angst vieler Theaterleute vor Übertreibungen, die dann oft in so starkem Masse zum Unterspielen führt, dass das Publikum im Parkett das Lachen vergisst. Wir haben den «Mut zur Klamotte» und hoffen, unserm treuen Stanser Publikum nach dem letzten besinnlich ernsten Stück des vergangenen Frühsommers mit «Charleys Tante» einen fröhlichen Auftakt zum neuen Jahr zu bieten.
Jürgen Johanns

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