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2020 | Über den Autor

Hannes Leo Meier

1988, als Dreiundzwanzigjähriger, gab ich mein Zimmer in der WG auf und verstaute alles was ich besass in Schachteln. Ich kündigte meine Stelle als Primarlehrer, meldete mich auf der Gemeinde ab und startete mit dem Nötigsten am Rücken von Einsiedeln aus auf den damals noch kaum bekannten «Camino». Zu Fuss wollte ich das Meer erreichen am Ende der Welt – Finisterre – und so das Tor zu meinem Leben aufstossen. Kaum gestartet, kam ich in Stans vorbei und nächtigte hier. Hätte mir damals jemand prophezeit, dass ich zu diesem Flecken je einmal, ja man darf es so sagen, eine innige Beziehung pflegen würde, weil ich als Regisseur hier mindestens fünf Inszenierungen umsetzen würde, ich hätte ihn oder sie einen Lügner oder eine Phantastin genannt. Denn erst auf diesem Fussweg nach Spanien wurde mir klar, dass ich in der Tiefe meines Herzens professionell zum Theater gehöre.

Mit der Ausbildung an der Schauspiel Akademie in Zürich und mit dem Abschluss zum Theaterpädagogen 1993 war ich dann Regisseur, Spieler, Autor. Ich arbeitete von Aarau aus während zwanzig Jahren in der Freien Theaterszene. In diese Zeit fallen die vier bis heute entstandenen Regiearbeiten am Theater Stans: «Don Gil von den grünen Hosen» (2001), «Herr Puntila und sein Knecht Matti» (2002), «Huit femmes» (2004) und «Schattmatt» (2011). Als Spieler war ich Teil der Gruppe «Die alte Frau». Mit den Stücken «Die alte Frau», «Im Nebel verloren» und «Die Reise nach Petuschki», gestaltet von Regisseur Stephan Roppel, reisten wir zu den Schweizer Kleintheatern. 2004 gründete ich in Aarau die Freie Theatergruppe SZENART, mit der ich verschiede Produktionen in den Bereichen des Professionellen und des Community Theaters umsetzte. Herauszuheben sind da vielleicht «Besser kochen, besser leben», «S Juramareili», «7 Pfarrer», die Jugendproduktionen «El condor pasa», «filim» und «Klänge von Heimat», sowie «Geschichten aus der Altstadt» und die Kreation einer neuen Theaterform, das «Expeditionstheater». Nach acht Jahren gab ich die Leitung der Gruppe an ein junges Team weiter. Während dieser Jahre erhielt ich und erhielten wir mehrere Preise und ich ein Stipendium.

Auch Stücke aus meiner Feder fanden den Weg auf die Bühne. Zu erwähnen sind hier «S BornAnni kochet» unter der Regie von Regina Wurtser, «Wenn Mutter singt» wurde umgesetzt vom MoMollTheater, «Molière» schrieb ich für die GaulkeLaien und auch «Moll Flanders» kam in meiner Regie im UG Luzern zur Aufführung. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich als Autor mit meinen Erinnerungen zum Camino de Santiago im Vergleich/Kontext zu meinen Tagebuchaufzeichnungen. Mit diesen Texten halte ich auch Lesungen. – Berufllich betätigte ich mich in den letzten fünf Jahren auch als Coach in Auftrittskompetenz und als Primarlehrer. Zukünftig werde ich vermehrt wieder Schreiben. Zudem erweitere ich mein Betätigungsfeld als «Timeout- und KreativCoach». Ich bin fünfundfünfzig Jahre alt und Vater von drei Mädchen. Ich lebe in Aarau.
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