Theaterblatt

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Zum Regisseur


  Zum fünften Mal arbeitet Hannes Leo Meier in Stans. Nach «Don Gil von den grünen Hosen» (2001), «Herr Puntila und sein Knecht Matti» (2002), «8 femmes» (2004) und «Schattmatt» (2011) inszeniert er nun sein eigenes Werk, die Komödie «Nochmals, Charley! ». Diese Saison ist er also Regisseur und Autor.

 

Hannes Leo Meier, ausgebildeter Primarlehrer, arbeitete nach seiner Ausbildung zum Theaterpädagogen an der Schauspiel Akademie in Zürich – als Regisseur, Schauspieler und Theaterautor. Über zwanzig Jahre war er von Aarau aus in der Freien Theaterszene tätig. Er gründete unter anderem die Theatergruppe SZENART, mit der er über zwanzig Produktionen mit Profis und Laien umsetzte. Die letzten fünf Jahre wirkte er erneut als Primarlehrer und als Dozent für Auftrittskompetenz. Neuerdings positioniert er sich als TimeoutCoach und mit «Nochmals, Charley!» findet er wieder zurück zum Theater – und beginnt damit in Stans. Er wohnt in Aarau und ist Vater von drei Töchtern.


Ich lache gerne. Aber nicht jedes Lachen mag ich. Auslachen zum Beispiel finde ich ätzend. Nun wurde ich angefragt, ob ich in Stans eine Boulevardkomödie umsetzen würde –eine Geschichte also von der Strasse, vom Trottoir, vom Gehsteig. Dort aber leben nicht die feinsten Manieren. Dort mischt sich Spott und Hohn ins Gelächter.

Die Theatergesellschaft Stans entschied sich für ein Stück über jeden und eine jede von uns. Das passte gut zu meinem Wunsch ein Stück zu zeigen, bei dem man sich vor lauter Lachen wegschmeissen kann – einfach weil es unsere Existenz zeigt, uns Menschen, die wir halt doch nicht so eindeutig daher kommen, wie wir dies gegen aussen hin immer wieder behaupten.
 
 
Zur Uraufführung
Ich setzte mich folglich an den Schreibtisch und tauchte in eine Geschichte ein, die vom Theaterspielen erzählt, von Leuten, die sich auf der Bühne fragen, wer sie sind. Als eine zweite Erzählwelt zeigte sich mir meine persönliche innere «Bühne»: Wer bin ich? Als «Männchen» wurde ich geboren – aber was heisst das? Was habe ich daraus gemacht? Was wurde mit mir gemacht? Was ist Wirklichkeit, was Maske, was Spiel? Und was wäre noch möglich – besonders in unserer Welt der grossen Freiheit? Es wird ein richtig lustiger Abend, sagte ich mir – temporeich, überraschend und mit Tiefgang – ein echter «Hingucker». Zudem wird er jenen Menschen Rechnung tragen, für die der Boulevard eine Prachtstrasse ist. Dieses Publikum holt man nicht mit billigem Witz. Denn es weiss, dass alle das Recht haben, gemeinsam und gegenseitig übereinander zu lachen, unbändig und mit Würde!
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